Jeg sitter i det eneste hyggelige huset jeg har boet i – i Åsgårdstrand

Munch in Borre

Stemmen, 1893, (c) Munch-museet/Munch-Ellingsen Gruppen/BONO 2013

Stemmen, 1893, (c) Munch-museet/Munch-Ellingsen Gruppen/BONO 2013

Den Sommer 1885 verbringt Munch in der Gemeinde Borre (heute Horten), besucht aber auch Åsgårdstrand.
Die Familie mietet ein Haus von den Eltern des Malers Per Deberitz. Herr Deberitz konnte sich noch an einen Munch der immer mit großen Leinwänden unterwegs war, erinnern. Am langen Strand von Borre malte er viele Bilder von den badenden Jungen.
Auch der Maler Hans Heyerdahl ist in diesem Jahr den ersten Sommer in Åsgårdstrand. Er und Munch verbringen viel Zeit zusammen. Munch beginnt eine Liebesaffäre mit einer verheirateten Frau, Milly Thaulow (geb. Ihlen). Ihre Familie besaß das Haus «Villa Solbakken», gleich neben Borre Kirche. Später wurde Milly zu Munchs Urbild der Frau:

Durch sie begegnete ich dem weiblichen Mysterium –durch sie schaute ich in eine andere Welt.

Munchs spätere Beschreibungen von ihren Begegnungen und Schwärmereien im Wald und am Strand, über sein Lust und Leiden in dieser Beziehung, werden oftmals als Quelle vieler späterer Motive, im Besonderen als Hintergrund für eines seiner größten künstlerischen Projekte – der Lebensfries, gesehen.

Pola Gaugin schreibt, dass für Munch schon damals eine große Anziehung von Åsgårdstrand ausgegangen sein muss.

Der kleine Waldweg entlang des Wassers zwischen Borre und Åsgårdstrand hat eine große Anziehung auf viele Menschen und es ist als ob er die Menschen hineinzieht und zwingt ihn immer weiter zu gehen. Die lange, sich dahin schlängelnde Strandlinie, voll glitzernder Lichter am Ufer – große, von der Brandung abgeschliffenen Steine die sich wie eine Perlenkette ruhig an das Wasser schmiegen.

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