Jeg sitter i det eneste hyggelige huset jeg har boet i – i Åsgårdstrand

Haus des Glücks

Jetzt sitze ich in dem  kleinsten und gemütlichstem Haus in dem ich jemals gewohnt habe    – mein Haus in Åsgårdstrand.

Haus am Fjord

Haus am Fjord, 1902 (c) Munch-museet/Munch-Ellingsen Gruppen/BONO 2013

Nach dem ersten Sommer in Thurines Haus, mietet Munch sich in verschiedene Pensionen und Häuser ein. 1898 kauft er sich sein «Glückshaus»und 1899 lässt er sich ein Atelier im Garten bauen. Nach dem Hauskauf wird seine Beziehung zu dem Ort noch stärker und seine Freude darüber beschreibt er wie folgt:

Es war ein eigenartiges Gefühl im eigenen Heim zu sitzen. Niemand störte, es war sein Eigentum. Teuer ist es nicht gewesen und schön war es auch nicht, aber es gehörte    ihm. Der Garten mit den Bäumen, die Steine, die Vögel, der Strand und das Wasser das      über die Steine spritze – Alles gehörte ihm. Auch der Himmel und die Sterne darüber  gehörten ihm.

Lebendig beschreibt Munchs Freund, Christian Gierløff Munchs Verhältnis zum Ort:

Åsgårdstrand, das Dorf des Jasmines und des Flieders! – Heim des Friedens! ………  Åsgårdstrand war SEIN PLATZ auf Erden!…………

Und über den Hauskauf 1889, schreibt er (wer?):

 Dies war der glücklichste Tag seines Lebens. Eine neue Zeitrechnung begann. Er hatte seinen Anker gelassen. Es gab Obstbäume, Beerensträucher, zierliche Blumenbeete mit Astern und Levkojen. Der Gemüsegarten war ein wohlgepflegter          Schatz, voller Früchte in der Erde. Flieder und Jasmine. Direkt daneben derFjugstadwald. Viele nette und originelle Leute und viele liebe und süße  Kinder wohnten hier. Es war ein Ort des Friedens und der Freundlichkeit. In denSommernächten warf der Mond sein Licht in Form einer Säule oder Straße auf das Wasser! – Was für eine Anregung für seinen sinn! Weder Friedrich der Großin Sanssouci, noch der Sonnenkönig in sein Versailles hätte einen besseren Taghaben könne als Munch in Åsgårdstrand. Sein Versailles lag damals in angenehmen Abstand zum Dorf, wo es sich die Feriengäste aus der Großstadt auf   berlinerische und pariserische Art, gut gehen ließen. Hier und in Paris konnte erbillig und unabhängig  leben und malen, malen, malen.

 Diesem Ort galt seine Sehnsucht wenn er sich im Ausland aufhielt. Im Briefwechsel mit seiner Familie und Freunden erzählt er von Plänen und Einkäufen für den Garten – und über seine Sehnsucht:

            Ich habe genug vom Reisen und den Ausstellungen und sehne mich nach meinem  Haus und meiner Arbeit.

Forrige artikkelMunch in Borre Neste artikkel"der wald der liebe in uns"